Chronik der Rebläuse
Wetten, dass Rosi und Martin es nicht..... Doch sie schafften es, zwei Eltern-Laien-Hockeymannschaften in die Diltheyhalle zu bekommen. Wette verloren - Rebläuse geboren. Das war Januar 1986.
Doch wer hätte gedacht, dass diese aus einer Kinderwette entstandene "Bewegung" sich so lange hält? Zwar sind von den Eltern der 1. Stunde heute keine mehr dabei, das ist normal, denn Hockeyeltern ist man nur eine Zeitspanne von etwa 10 Jahren. Doch es gibt auch das Phänomen, dass die Kinder nicht mehr spielen, aber die Eltern noch mit wachsender Begeisterung dabei sind. Das liegt nicht nur daran, dass man die Hoffnung nicht aufgibt, es doch noch einmal zu beherrschen, sondern es hat auch damit zu tun, dass ein echtes Mannschaftsgefühl entstanden ist und man durch gemeinsame Turnier- und sonstige Erlebnisse zusammengewachsen ist.
Der dem WTHC eingepflanzte Bazillus Elternhockey entwickelte sich rasant. Schon in Sommer 1986 besuchte man das 1. Turnier und auf dem Mannschaftsfoto sieht man Fred Eichhorst, der als Einziger bis heute noch dabei ist und auch einige Jahre die Truppe gemanagt hat. So richtig Schwung in die Sache brachte Mareille Wolff. Unter ihrer Leitung nahmen die nun so getauften "Rebläuse" professionelle Züge an: regelmäßiges Training, Trikots, Trainingsleibchen usw. Und schon 1989 profilierte man sich als Turnierausrichter und beschritt neue Wege mit dem 1. Totalen-Mixed-Elternhockey Turnier.
Das neue war, dass man am 2. Tag die Mannschaften untereinander mischte: also die Frauen von Köln bildeten mit den Männern von Wiesbaden eine Mannschaft, es soll gut angekommen sein..
Als Mareille 1992 nach Bayern auswanderte, schlüpfte Fred Eichhorst, der sich lange zierte, als Coach in die, wie er meinte , viel zu großen Schuhe von Mareille. Doch er war der neue Motor, auch wenn er manchmal etwas dröhnte, fuhren die Rebläuse bis zu seiner Erkrankung gut mit ihm. Er managte das 2. Totale Mixed Turnier im September 93, unvergessen sein Auftritt als Räuber Leichtweis, der in seine Höhle im Nerotal (Wiesbadener Geschichte), Eltern-Hockeyspielerinnen verschleppen und von ihren Männern auslösen ließ. Schon 1989 hatte er als Nero auf dem Neroberg einen wahrhaft kaiserlichen Auftritt.
Krankheitsbedingt musste Fred abtreten, bevor sein Nachfolger, Hans-Peter Petersen sich als Coach profilieren konnte, hat uns sein plötzlicher Tod erschüttert.
Nun leitet seit nunmehr 7 Jahren die liebenswürdige Katharina Trautmann das mittlerweile ehrgeizige Team mit sanfter Hand und schaut sehnsüchtig nach einem Nachfolger aus. Unter ihrer Ägide gingen das 3. und 4. Totale Mixed Turnier (1996 und 1999) erfolgreich über Natur- und Kunstrasen im Nerotal. Und wieder versammelten sich 1999 am Sonntagmorgen alle auf dem Neroberg um Kaiser Nero, diesmal lieh ihm Benedikt von Bitter die füllige Gestalt, zu huldigen.
Mittlerweile gehören die Rebläuse zu den etablierten Elternhockeymannschaften und bekommen mehr Turniereinladungen als sie annehmen können. Im Jahr 2001 wurden sie Turniersieger in der Halle in Ludwigsburg und besuchten erfolgreich Turniere in Hamburg, Bad Kreuznach und Frankfurt. Diese Erfolge verdanken sie der guten Trainingsarbeit von Jan Poerting, der jetzt in England studiert, leider wurde noch kein Nachfolger gefunden.
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